Götzenburg

Die Burg des " Götz von Berlichingen "

Götz von Berlichingen, der wohl berühmteste Burgbewohner, war Namensgeber der Burg, die aus einer Wasserburg der Herren von Hausen hervorging.
Im 15. u. 16. Jahrhundert wurde die heutige aus dem zweiflügeligen Kernbau bestehende Anlage von der Familie von Berlichingen erbaut. Die Götzenburg, die im Laufe ihrer Geschichte mehrmals umgebaut wurde, war Geburtsstätte des "Ritters mit der eisernen Hand". Götz von Berlichingen (1480-1562) wurde hier im Jahr 1480 geboren. Die Entwürfe des Ulmer Münsterbaumeisters August von Beyer führten zwischen 1876 und 1878 zur größten Umgestaltung der Burg, bei der dann auch der Südflügel, der Torturm errichtet, sowie der Park rings um die Anlage angelegt wurde.
Seine rechte Hand, die Götz 1504 im Landshuter Erbfolgekrieg verloren hatte, wurde durch eine eiserne Prothese, die sogenannte und berühmte "eiserne Faust", ersetzt. Diese, sowie weitere Utensilien von diesem bekannten Ritter, sind im Burgmuseum ausgestellt. Seine markanten und einprägsamen Worte "leck mich...." sollen hier auf der Burg gefallen sein.
Götz von Berlichingen verbrachte jedoch den Großteil seines Lebens auf der Burg Hornberg nahe Neckarzimmern (siehe sep. Seite "Burg Hornberg"). Durch das von Johann Wolfgang von Goethe verfasste Drama "Götz von Berlichingen" wurde Götz unsterblich. Seit 1950 wird dieses Drama alljährlich zwischen Juni und August im Burghof dieser imposanten Burg, die noch heute im Besitz der Familie von Berlichingen ist, unter freiem Himmel aufgeführt. Die Götzenspiele von Jagsthausen sind mittlerweile zum Klassiker unter den Freilichttheatern geworden.